


CSE Jahrestreffen 2026: Transformation, Aufsichtsrat und KI im Fokus
Das CSE Jahrestreffen 2026 setzte ein starkes Zeichen für die Zukunft der Unternehmensführung: Über 320 Certified Supervisory Experts (CSE) kamen am 26. März im Julius Raab Saal der Wirtschaftskammer Österreich zusammen – so viele wie noch nie zuvor. Im Mittelpunkt stand ein Thema, das Unternehmen nachhaltig prägt: Transformation.
Die Rolle des Aufsichtsrats in der Transformation
Die diesjährige Veranstaltung machte deutlich, dass Transformation längst kein kurzfristiger Trend mehr ist, sondern eine dauerhafte Realität für Organisationen, Führungskräfte und Aufsichtsräte darstellt.
In seinem Impuls betonte Martin Ohneberg: (CEO der HENN Group, Aufsichtsratsvorsitzender der Verbund AG) „Krisen haben wir schon viele erlebt – sie kommen, um zu gehen. Transformation allerdings haben die wenigsten in dem Ausmaß erlebt – sie kommt, um zu bleiben.“ Gerade in diesem Spannungsfeld zwischen Strategie, Aufsicht und operativer Umsetzung wurde klar: Unternehmen sind gefordert, ihre Strukturen und Entscheidungsprozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Neue Perspektiven: Der Round Table zum Thema "Wege zum und Herausforderungen im Aufsichtsrat"
Ein zentrales Thema des Abends war die sich verändernde Rolle von Aufsichtsräten. Diese agieren zunehmend nicht nur als Kontrollinstanz, sondern auch als aktive Mitgestalter in Transformationsprozessen. Susanne Höllinger unterstrich die wachsende Verantwortung: „In Transformationsphasen ist der Aufsichtsrat in all seinen drei Hauptaufgaben sehr gefordert.“ Gleichzeitig gewinnt die Balance zwischen Nähe zur operativen Führung und notwendiger Distanz an Bedeutung – ein entscheidender Faktor für nachhaltigen Unternehmenserfolg. Sie betonte zudem: „Die Balance zwischen aktiver Begleitung und notwendiger Distanz zur operativen Führung ist entscheidend.“
Erstmals wurde das Format um einen Round Table erweitert, der praxisnahe Einblicke in den Weg in den Aufsichtsrat sowie die damit verbundenen Herausforderungen bot. Viktoria Kickinger hob hervor: „Aufsichtsräte werden zunehmend jünger. Man will Personen, die einen echten Transfer aus ihrer operativen Tätigkeit mitbringen – und die lieber weniger als mehr Mandate haben.“ Zugleich wurde deutlich, dass es in Österreich noch Potenzial gibt, qualifizierte Kandidat:innen und Unternehmen besser miteinander zu vernetzen.
KI-Transformation als Schlüsselthema
Ein weiterer Höhepunkt war die Keynote von Betina Kitzler, die sich mit der „KI-Transformation jenseits des Hypes“ beschäftigte. Dabei wurde klar: Künstliche Intelligenz ist kein kurzfristiger Trend, sondern ein zentraler Treiber für zukünftige Geschäftsmodelle und Entscheidungsprozesse. Für Aufsichtsräte und Aufsichtsrätinnen bedeutet das, sich intensiv mit technologischen Entwicklungen auseinanderzusetzen und deren Auswirkungen auf Strategie und Governance aktiv zu begleiten.
Austausch, Vernetzung und nachhaltige Impulse
Neben den inhaltlichen Programmpunkten bot das Jahrestreffen auch ausreichend Raum für persönlichen Austausch und Networking. Der abschließende Empfang wurde intensiv genutzt, um Erfahrungen zu teilen und neue Kontakte zu knüpfen. Das CSE Jahrestreffen bestätigt damit einmal mehr seine Rolle als zentrale Plattform für Weiterbildung, Wissenstransfer und strategische Diskussionen im Bereich der Aufsichtsratsarbeit.
Das CSE Jahrestreffen 2026 hat gezeigt, dass erfolgreiche Aufsichtsratsarbeit heute mehr denn je aktives Mitgestalten bedeutet. Transformation, technologische Entwicklungen und neue Anforderungen an Governance erfordern ein Umdenken – und bieten gleichzeitig große Chancen. Die Veranstaltung lieferte dafür wertvolle Impulse und machte deutlich: Die Zukunft der Unternehmensführung wird von jenen geprägt, die Veränderung nicht nur begleiten, sondern aktiv gestalten.
Impressionen vom CSE Jahrestreffen 2026
Entdecken Sie ausgewählte Eindrücke der Veranstaltung und gewinnen Sie einen visuellen Einblick in einen Abend voller Austausch, Inspiration und zukunftsweisender Diskussionen.
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Fotos: © Leadersnet / C. Stowasser und incite
